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Die Versorgungsklappe und Tür

Jetzt ist es doch schon einige Monate her, und es hat sich einiges getan und das nicht nur am LKW. Ein Umzug kam dazwischen, Jobwechsel, Weihnachten Silvester und................ganz wichtig die Versorgungsklappe von RED. Da die Winterzeit nicht unbedingt zum Arbeiten an der freien Natur einläd, hat sich Marc den Ausschnitt für die Versorgungsklappe mit nach Hause genommen, um im Keller mit den Arbeiten zu beginnen.
Warum Marc sich dafür entschieden hat die Versorgungsklappe selber zu bauen ergibt sich a) durch den Ausschnitt der so oder so gewagt werden muss, und b) durch die zu hohen Kosten die sich ergeben würden, wenn man sich eine käuflich erwirbt. Mit handwerklichem Geschick und viel Überlegung wagte sich Marc an die Sache und hat es meines Erachtens sehr schön umgesetzt, aber dazu im Folgenden.

Durch die Kofferausbauplanung wurde schnell klar wo und in welcher Größe die Versorgungsklappe montiert wird. Die Maße der Klappe wurden auf 115 cm breit und 90 cm hoch festgelegt und sind somit groß genug um auch sperrige Sachen laden zu können.
Als erstes wurden die Profile für die Zarge und den Rahmen aus 20mm Multiplex-Platten gefertigt. Auf eine 6 cm wurde eine 2,5 cm breite Platte aufgeleimt und verschraubt sodaß ein Winkel entsteht. Diese Winkel wurden lackiert, auf Gehrung geschnitten und zu einem Rahmen zusammengefügt. Dieses ergab die Zarge.
Für die Klappe wurde der Rahmen so gestaltet, daß später beim Schließen diese passend in die Zarge läuft. (siehe Zeichnung)

 

 

Wie schon erwähnt wurde der Ausschnitt für die Versorgungsklappe verwendet und somit musste Marc dem vollkommen jungfräulichen, gerade fertiggestellten Koffer ansägen. Wie ich mir sagen ließ muss es ein komisches Gefühl gewesen sein, denn ein Verschnitt wäre fatal um nicht zu sagen der "Supergau". Doch ich habe einen begabten Freund und somit wurde der Ausschnitt sauber über die Bühne gebracht.
Als nächster Arbeitsschritt wurde der Rahmen auf die Klappe gesetzt und befestigt.

Nach einer Woche Trocknungszeit wurde die Griffschale, das Stangenschloss und die Verriegelung eingearbeitet. Diese Teile wurden bei Ormocar gekauft. Qualitativ sind die Produkte sehr hochwertig und wir wollten eine hohe Sicherheit. Allerdings hat das auch ihren Preis.

Das Schloss und die Griffschale werden ausgemessen.
ACHTUNG: Das Loch für den Schließzylinder und den Drücker müssen im Winkel durchgebohrt werden um auf der Gegenseite die genaue Position zu ermitteln.

      Nachdem die Griffschale eingesetzt und befestigt wurde, wird das Stangenschloss montiert.

Die Treibstangen des Stangenschlosses müssen in die Klappe eingearbeitet werden.

 

Zur Führung und Stabilisierung der Treibstangen werden Metalle in den Rahmen verschraubt. Die Gegenstücke werden in die Zarge eingearbeitet und bieten somit ein hohes Maaß an Sicherheit.

   Als Bänder wurde ein Stangenscharnier aus Edelstahl mit einem 6 mm starkem Dorn verwendet. Die Zarge und die Klappe wurden mittels des Stangenscharniers verbunden und das Schloß so ausgerichtet, daß beim endgültigen Verschließen die Klappe an die Zarge herangezogen wird. Nachdem das Schloß noch etwas leichtgängiger gemacht wurde, hat Marc die Kellerarbeiten beendet und konnte nun alles am LKW verbauen.

Marc hat einen schönen Januar Tag mit 8 Grad plus ausgenutzt und die Versorgungsklappe an den LKW montiert. Dafür musste er dank der guten Vorarbeit nicht viel korrigieren. Die Klappe wurde von der Zarge getrennt und diese im Wasser von innen an die Kofferaußenwand geschraubt.

Nachdem die Zarge gut fixiert wurde, konnte die Klappe mittels Stangenscharnier wieder angebracht werden. Auch hier lief alles einwandfrei und das Schloß schnappte sofort zu. Zur Abdichtung wird ein Einkammer-Dichtprofil zwischen Zarge und Klappe befestigt und zusätzlich werden ringsum die Klappe eine Gummilippe gelegt um Feuchtigkeit und Staub keine Chance zu geben.

 
     
 

 Die Tür ist dran. Auch hier hat Marc im Keller gute Vorarbeit geleistet. Im Prinzip wurde das gleiche Schema angewand nur mit anderen Maßen....klar!! Die Tür hat eine Höhe von 1,90 m und die Breite beträgt 0,50 m und jaaaaaaaaaaaa wir wissen das ist sehr eng bemessen. Doch für den Innenausbau hat das auch Vorteile da mehr Platz zum Möbel bauen ist. Bevor die Tür ihren endgültigen Standpunkt erhalten hat, musste die Innenplanung fix gemacht werden.

Die Tür wurde, wie auch die Versorgungsklappe, aus dem Koffer gesägt, mit einem Rahmen versehen und in den Kofferausschnitt eine Zarge eingearbeitet. Auch hier wurde das gleiche Stangenscharnier verwendet wie in der Klappe. Die Tür schließt einwandfrei.

   

Wir schreiben heute den 08.07.08 und da wir es leider versäumt haben zu jedem Bericht das Datum zu schreiben, ist es natürlich nicht wirklich nachvollziehbar was für ein Tempo wir zulegen. Um den direkten Vergleich deutlich zu machen: Die über diesen Text vorhanden Bilder sind mittlerweile mindestens 3-4 Monate alt!!! Ebenso wurden alle Fester eingebaut, wie man unter gleichnamigen Link lesen kann, und auch unsere Tür und Versorgungsklappe erhielten den vorerst letzten Schliff bevor es in den langersehnten Urlaub geht.

Da wir nicht vorhaben unser fahrendes Haus ständig mit einer Haushaltsleiter begehbar zu machen, hat Marc sich bei unserem "Dorfschlosser" ein Podest schweißen lassen und anschließend zum verzinken gebracht. Zufälligerweise, und vorallem auch glücklicherweise, konnten wir das Podest direkt mit dem Hilfsrahmen verbinden der genau unter der Tür zwei Querstreben zur Verfügung stellt. Unsere "Miniterasse wird mittels eines Drehriegels während der Fahrt sicher in seiner Halterung eingeschlossen .Auch im ausgezogenen Zustand wird das Podest fest durch den Riegel fixiert. Doch ganz konnten wir auf unsere Haushaltleiter nicht verzichten und somit wurde sie Opfer einer bösen Flex-Attacke und wird mit zwei Alubügel einfach in das Podest gehängt. Vorteile bringt so ein Platou a) das man sich schnell mal die Schuhe ausziehen kann ohne den ganzen Wohnraum zu verschutzen und b) kann es an kritischen Grenzen evtl hilfreich sein, denn laut Aussagen sämtlicher Bücher und Berichte würden Zöllner nie mit Stiefeln in die Kabine treten und somit könnten man glück haben vor einer Durchsuchung. Muss nicht, aber kann!!

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