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Der Kofferbau

                    

              Der Entwurf vom selbstgebauten Koffer

Nachdem die Entscheidung nun getroffen wurde den Koffer selber zu bauen, kamen wir durch einen glücklichen Zufall an den Hauptbestandteil des Aufbaus - die Paneele. Die von uns verwendeten Paneele kommen aus dem Kühlhausbau. Sie sind 1,15 m breit und die Länge ist frei wählbar. Durch ein kältebrückefreies Nut- und Federsystem werden die Paneele miteinander verbunden somit weisen sie eine hohe Stabilität auf und liegen von den Wärmedämmungs-Werten mit an oberster Stelle.

 

Marc hat sich wie immer informiert und sich seinen eigenen Plan gemacht. Da er auch noch nie in den Genuss kam einen Aufbau selber zu bauen, fing er an sich zu belesen und begann sein Studium. Es entwickelte sich mit der Zeit ein ausgesprochen guter Plan und so musste nach und nach die Zubehörteile für das Puzzle besorgt werden. Die Paneele waren ja nun da und Marc entschied sich für einen Boden aus pulverbeschichtetem verzinktem Stahlblech, mit der Dicke von 80 mm. Die Wände und das Dach wurden aus Alu mit der Dicke von 60 mm gewählt.
Da der Boden der tragende und somit ein wichtiger Hauptbestandteil des Koffers ist, wurde dem viel Aufmerksamkeit entgegengebracht.

Der Boden

Man nehme:
4 pulverbeschichtete, verzinkte Stahlblech-Paneele (Breite : 1,15 m ; Länge: 2,32 m)
4 Meranti Holzbalken mit der Länge von 4,56 m (78 mm x 80 mm)
300 Edelstahl-Spax mit Torks (4,5 x 45 mm)
7 600 ml Würste Sika 252
4 OSB-Platten (12mm)
16 Schrauben 8.8 M12x85
1 Dose Bauschaum
4 Alu-Winkel (150mm x 70mm)
5 kg Unterbodenschutz

Als erstes wurden die 4 Paneele mit der Nut- und Federverbindung zusammengefügt und mit Sika verklebt. Um den Boden eine zusätzliche Stabilität zu geben, wurden 4 Hartholzbalken aus Meranti in den Boden einlaminiert. Hierfür wurde die Oberseite der Paneele einschließlich des Schaumstoffes aufgeschnitten, und entfernt. Die Balken wurden an den Nut-und Federpunkten der Paneele ausgefräst und mit Sika gut verklebt.

   

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  Die Balken bieten einen positiven Nebeneffekt. Die Position dieser wurde so gewählt, das man den Boden und somit den gesamten Koffer, mit 16 Schrauben durch die Hartholzbalken am Hilfsrahmen befestigen konnte. Zusätzlich ist die Konstruktion mit Sika auf dem Hilfsrahmen verklebt worden.
ACHTUNG: Es entstehet eine Kältebrücke durch diese Planung der entgegengewirkt werden sollte! Die durch den Balken führenden Schrauben sollten versenkt, und mit Bauschaum wieder versiegelt werden.

           

Um die maximale Stabilität des Bodens wieder herzustellen, wurde über die gesamte Konstruktion eine OSB-Fläche geklebt und anschließend noch verschraubt.

   

Um den Boden den endgültigen Sinn und Zweck zu vermitteln, bedarf es einer vernünftigen Lösung um die Seitenwände mit der Bodenkonstruktion zu vereinen. Zitat Marc: " Ein jenseits Theater mit de gschissene Winkel" (Zitat Ende)
Es war klar, daß die Verbindung durch Winkelprofile hergestellt werden sollten. Das Problem hierbei war, daß Marc keinen Metallverarbeitenden Betrieb fand, der Winkel in der Länge von knapp 5 m kanten konnte und Marc wollte sie nicht stückeln sondern in einer durchgehenden Länge verbauen. Somit musste auf eine sehr kostspielige und unschwäbische Variante  zurückgegriffen werden.
Aluminium-Fahrzeugprofile der Firma Titgemeyer waren nach langer Suche die geeignetste Lösung.

      

              

Die Winkel wurden auf Länge und auf Gährung gesägt, die Löcher für die Befestigung angezeichnet, gebohrt und angesenkt. Zur Befestigung der Winkel wurde auch hier Sika 252 verwendet und abschließend mit Edelstahl-Spax-Schrauben fest verschraubt.                                                                           

     

Auch wenn es nicht unbedingt nötig gewesen wäre, sah Marc es doch für ratsam die gesamte Konstruktion samt dem Hilfsrahmen vom Fahrzeugrahmen abzuheben, um die Paneele von unten mit Unterbodenschutz zu bestreichen. Es sollte sicher und sauber verarbeitet sein, darum ließ er es sich nicht nehmen, diesen Schritt zu machen um einen endgültigen Abschluss des Bodens sauber zu beenden. Bei der Gelegenheit wurde auch der Fahrzeugrahmen gesäubert und vom alten Dreck befreit. Auch hier wurde mit Unterbodenschutz der Korrosion vorgebeugt.

    

Es wurde eine Grundfläche erschaffen die für einen Kofferaufbau von 4,56 m Länge, 2,32 m Breite und eine Höhe von 2,29 m reichen wird. (Außenmaße!)

Die ganze Planung und Arbeit hat viel Zeit und Schweiß in Anspruch genommen und betrug zu diesem Zeitpunkt 2 Monate.                                                                                                                nach oben

 

So, Schritt I wurde erfolgreich über die Bühne gebracht und mittlerweile steht der November bevor. Es wird kalt und das Sika, welches zum verkleben der Paneele verwendet wird, braucht durch die niedrigen Temperaturen sehr lange zum trocknen und deswegen wollte Marc vor dem Wintereinbruch den Koffer fertig bauen.
Die Paneele sind auch "schon" da nach mehrmaligen Aufforderungen und der Start des Aufbaus wurde auf einen Samstag gelegt, damit genug Zeit zur Verfügung stand.

Der Aufbau

Man nehme:

12 pulverbeschichtete, Alu-Paneele (Breite : 1,15 m ; Länge: 2,15 m) für die Wände
4 pulverbeschichtete, Alu-Paneele (Breite : 1,15 m ; Länge: 2,32 m) für das Dach
8 Alu-Winkel (150mm x 70mm) Außenverkleidung
12 Alu-Winkel (60mm x 60mm) Innenverkleidung
7 600 ml Würste Sika 252
750 Blindnieten (Aluminium mit Edelstahlstift) 5x16mm

 

Als erstes wurde das Fahrzeug mit einer Wasserwaage ausgerichtet um den Koffer genau bauen zu können. Die ersten zwei Paneele wurden über´s Eck gestellt um der ganzen Sache während des Bauens eine stabile Grundlage zu geben. Dadurch konnte eine Platte nach der anderen verklebt und genietet werden. Sehr hilfreich, und eigentlich fast ein MUSS war das professionelle Werkzug wie die Niet-und Sikapistole, welche mit Pressluft betrieben werden und somit die Arbeit um vieles erleichtern.

   

Nachdem alle Paneele unter Berücksichtigung der Kältebrücken an den Kanten am Kofferboden befestigt wurden, kamen die 60x60mm Aluwinkel zum Einsatz. Sie wurden innen am Kofferboden verschraubt und an die Paneelen verklebt und genietet. Die gesamten Innen-Kanten wurden so mit den Winkeln verstärkt um unseren Koffer eine hohe Stabilität zu gewährleisten. Zu Guter letzt wurde das Kofferdach nach dem mittlerweile bekannten Schema montiert.

         

Um den Koffer begehbar zu machen hat Marc die Versorgungsklappe ausgesägt, was allerdings genauer unter Tür- und Versorgungsklappe beschrieben wird.

Somit ist der Rohbau des Koffers fast abgeschlossen und das Bier für unser Richtfest steht schon kalt. Doch ein zwei Sachen müssen noch erledigt werden wie z.B. die Außenwinkel 150x70mm anbringen. Diese Arbeitsschritte werden in den nächsten Tagen erledigt und die Bilder vom "fertigen Rohbau" folgen.

  

Da das Wetter zur Zeit auch von den Temperaturen super zum Sika verarbeiten ist, wurde der Koffer fertiggestellt. Die kältebrückenfreien Nut- und Federverbindungen wurden professionell von Günter innen und außen am Koffer gezogen. Der abschließende Arbeitsschritt lautete: Die Aluwinkel außen mit Sika anbringen und mit hunderten 5mm Edelstahlnieten zu versehen.

                                                          

                                                                                                                         

 

 

Der Stolz von Marc ist nun aussen fertig und sieht doch gut aus oder nicht??? Natürlich gibt es die ein oder anderen Dinge die Marc jetzt anders gemacht hätte, doch wie heißt es so schön, "Der Trend geht ganz klar zum 2. LKW".

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