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Höherlegung


Höherlegung der Vorderachse und Aufarbeitung der hinteren Blattfeder:

  Die Höherlegung der Vorderachse war nicht so einfach, wie die Schnäppchenjagd der Tanks. Hier wurde viel Kraft und Geduld angewendet. Doch um Hand anlegen zu können, musste Marc sich erst mal gut informieren und recherchieren. Fakt ist, unser "Großer" ist nun schon gute 30 Jahre alt und steht seine Zeit lang auf den Federn, somit senkt sich das Fahrzeug ab, da die besagten Federn erlahmen. Um dieses Manko auszugleichen gibt es zwei Möglichkeiten und Marc entschied sich für die zweite.......doch zuerst der Lösungsvorschlag a) Hierfür werden die Federn nachgeschmiedet was allerdings auch eine Kostenfrage ist. Hatte ich schon mal erwähnt, daß Marc Schwabe ist??? So kommen wir wieder zum Lösungsvorschlag b) Hierfür verwendete Marc (H/B/L) 80/80/160mm Stahlklötze die zwischen Achse und Plattfedern mit einem Zentrierstift fixiert wurden und mit den neuerworbenen um 80 mm längeren Federbriden befestigt wurden. Die Briden sind mit einem Gewinde M20X2 und wurden mit einem Drehmoment von 560 Nm angezogen. Nichts desto trotz ist das keine Dauerlösung und das Nachschmieden der Federn muss früher oder später nachgeholt werden.                                                    

                 

 

                                                                                                                                

 

Aufarbeitung der hinteren Blattfederpakete

Aus Kostengründen hat Marc sich entschieden die hinteren Blattfedern nicht Höherzulegen, sondern sie nur aufzuarbeiten. Da eine Federbride um die 85 Euro kosten würde und wir immerhin 4 davon bräuchten, sah Marc es nicht für zwingend notwendig den hinteren Teil des Fahrzeuges Höherzulegen und somit wurden die Federn mit viel Sorgfalt und Anstrengung wieder auf Vordermann gebracht. Da der Zahn der Zeit auch die Blattfedern nicht verschont hat, wurden die Federn von Rost und Dreck befreit um sie nach dem Lackieren gut geschmiert wieder zusammenzubauen. Nicht nur der optische Aspekt spielt hier eine Rolle sondern auch der funktionelle. Durch die Reduzierung von zwei Federn auf jeder Seite und das gute Einfetten wird der Federkomfort erhöht.
Achtung: Die folgenden Bilder machen unsere Arbeitsweise deutlicher, doch wir bitten immer darauf zu achten, daß die Vorgehensweise der Arbeitschritte von uns selbst gewählt wurden und wir deshalb keine Verantwortung übernehmen, sollte es sich jemand an unsere Vorschläge halten. Diese Tipps sind ausschließlich Selbsterfahrungswerte!

1. Schritt:
Die Federklammern müssen je nach Ausführung aufgeschraubt oder aufgeflext werden.

                                                                                 2. Schritt:
Mit stabilen Schraubzwingen sollten die Federpakete zusammengehalten werden, da die Pakete unter einer großen Eigenspannung stehen. Mit Kriechöl wurden die Bridenmuttern zwei drei Tage vorher immer wieder eingesprüht um sie leichter lösen und entfernen zu können.
                                       
      

3. Schritt:
Die Mutter am Herzbolzen wird entfernt. Auch hier war "Caramba" ein gutes Hilfsmittel.

                                                                                                                                    

4. Schritt:
Die Schraubzwingen werden vorsichtig gelöst, dabei heben sich die Federn von einander ab. Jetzt wird mit einer Stockwinde (vielleicht ein nicht so antikes Modell wie unseres "1910") der Teil des Fahrzeugrahmens aufgebockt. Die oberste Feder bleibt am Fahrzeugrahmen befestigt und sollte sich einen guten halben Meter abheben damit die Blattfedern entnommen werden können.

5. Schritt:
Die ausgebauten Blattfedern, von diesen wurden die zweite und die vierte von unten entfernt.

7. Schritt:
und grundiert

  

6. Schritt:
Die verbleibenden Federn werden mit der Zopfbürste bearbeitet.
     

 8. Fertig                                                               

  9.Schritt:
Nachdem die einzelnen Arbeitschritte erledigt wurden, können die bearbeiteten Blattfedern wieder eingebaut werden. Da das Federpaket um zwei reduziert wurde muss die Höhe mit einem Klotz ausgeglichen werden. In unserem Fall betrug die Höhe des Stahlklotzes 40 mm. Nach jeder eingesetzten Feder wird dick eingefettet um die Federqualität zu erhöhen. Die Federn liegen nun gut geschmiert übereinander, die Stockwinde wird vorsichtig abgelassen und das Federpaket mit den Schraubzwingen zusammengezogen. Nun können die Federbriden aufgesetzt und mit den Bridenmuttern verschraubt werden. (Achtung: Es sollten unbedingt neue Federbridenmuttern verwendet werden!) Als letzter Schritt wird die Herzbolzenmutter festgezogen, die Federklammen wieder zusammengeschweißt und die Federn vom überstehenden Fett befreit

 

 

vorher

 

                      

              nachher 

          

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