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Felgen und Bereifung

 

  Nun wohl ein niemals endendes Thema.... wieso, weshalb, warum, werden welche, wie große und wie breite Reifen genommen??? Soll die Zwillingsbereifung bleiben, oder erhält Red doch eher Einzelbereifung??? Tausend Fragen, naja immerhin sechs Fragen nur zum Thema Bereifung müssen geklärt werden. Und genau hier kommt Marc wieder zum Einsatz. Durch gute und lange Recherche im Internet und bei "Gleichgesinnten" im Forum, wurde folgende Entscheidung getroffen: Unser Red bekommt neue Schuhe und zwar in Form einer Einzelbereifung. Warum Marc sich genau dafür entschieden hat, erklärte er mir so:" a) das Mobil wird geländegängiger, b) durch den größeren Raddurchmesser wird Red einfach schneller und c) es sieht besser aus.....PUNKT.                        
 

     

So, die erste Entscheidung wäre getroffen, nun stellt sich die Frage, welche Größe der Felgen ist am geeignetsten und wo finden wir 8-Loch-Felgen mit einem Lochdurchmesser von 275 mm und einem Mittelloch von 221 mm, die eine Einpresstiefe von 90 mm bis 120 mm haben? Durch ein Forum wurde Marc auf einen Händler im Internet aufmerksam, der auf seiner Internetseite Gianetti-Felgen anbot und all unsere Vorgaben erfüllte. Original waren die Felgen auf Militärfahrzeuge wie Mercedes und MAN im Einsatz.
Nach mehrfachen E-mails und Telefonaten konnte nicht 100%ig geklärt werden ob diese auf unseren Magirus Deutz passen.
Netterweise erklärte er sich bereit Marc eine Felge "leihweise" zur "Anprobe" mitzugeben um auszutesten ob hier schon die mehrmals genannte Felge auch passt oder nicht.
                                                                                             

 

                        

Alle guten Dinge sind ja bekanntlich drei und das traf auch auf uns zu. Die passenden Felgen wurden gefunden. Der Grund warum die ersten zwei für uns nicht in Frage kamen ist leicht zu erklären...ahäm ahäm (hust, hust)..... im Prinzip keine Ahnung, doch Marc und unser Dealer unseres Vertrauens meinten, dass es an der Charchennummer bzw. am Herstellungsdatum liegen könnte, denn alle Felgen waren aus dem Hause Gianetti! Dennoch, die einen lagen an der Bremstrommel auf und hätten nur mit 6mm Distanzscheiben verschraubt werden können. Die passende Charchennummer bzw. Herstellungsdatum lautet: 3-86.                                                                                    

 

   Nun sind sie gekauft wie gesehen, und hier heißt es "Das Auge fährt mit". Durch jahrelange Beanspruchung sahen die Felgen mitgenommen aus und schrien förmlich danach, mal wieder aufgemöbelt zu werden. Geplant war Sandstrahlen, doch ein Schwabe gibt nicht mehr Geld aus als nötig, und somit wurde das Ganze mit einer Zopfbürste auf der Flex behandelt. Marc´s Aussage (ich zitiere) "eine elendigliche Scheißarbeit" (Zitat Ende). Das Abschleifen einer Felge nahm 4 Stunden in Anspruch, doch das Ergebnis konnte sich sehen lassen.                                                                          

 

Zeitgleich schaute Marc sich nach Reifen um. Die Kriterien der Felge beliefen sich auf die Wunschgröße derer. Von 14.00 R20 Reifen wurde Marc abgeraten, da sonst das Fahrwerk verstärkt werden müsste (fordere Antriebsachse). Die nächste sinnvolle Größe ist 365/80R20 und diese passen auch auf unsere Felgen Gianetti 11-20 SDC. Über das Profil wird genau soviel diskutiert wie über die Größe! Das Maß der Dinge ist wohl der Michelin XZL oder der Conti MPT81, doch leider nicht erschwinglich für unseren schmalen Geldbeutel (ca. 400 Euro/Stück) und gebraucht haben wir keine gefunden. Eine kostengünstige Alternative muss her.
Namhafte Hersteller wie Continental produzieren im Ausland unter anderem Namen günstigere Reifen wie z.B. Mitas und Barum und die Firma Ihle in Günzburg stellt runderneuerte Reifen der Marke Rigdon her, solche Reifen kosten ca. 270 Euro/Stück. Doch für unsere ersten Testfahrten hat sich Marc für einen gebrauchten Reifen der Firma Semperit (Gigant Steel) entschieden, welche vom österreichischen Militär ausgemustert wurden und noch durchschnittlich ein Profil von 15mm haben.

                

Nach sorgfältigem Abschleifen der Felgen folgt das Lackieren als nächster Arbeitsschritt. Herkömmliche Spraydosen kommen hier nicht weit, das ist uns wohl klar. Darum wurde wieder überlegt, wo, wie und wer könnte uns nun bei diesem Problem weiterhelfen. Ein guter Freund von Marc erklärte sich bereit mit seiner professionellen Ausrüstung Abhilfe zu schaffen. Die Felgen wurden zweimal grundiert und dann in Wagenfarbe (RAL 1014) lackiert.

 

      

                                                                                                             

                                                                Montage der Reifen                                     nach oben               
                                                                                                                      


Schon oft war das Internet ein hilfreicher Ratgeber in vielen Dingen und auch diesmal hat Marc sich mal schlau gemacht, wie die Montage der "Monster Reifen" zu bewältigen ist. Doch hier gilt eher die Devise, "learning by doing", und von mal zu mal funktionierte es besser und reibungsloser. Es ist ratsam sich das Wechseln der Reifen selber anzueignen, (auch ich werde noch angelernt) um im Falle des Falles auf der Piste schnell reagieren zu können und nicht auf jemanden angewiesen zu sein.

Hilfsmittel und Werkzeuge:

* Wagenheber
* Radkreuz
* Rohr (Hebelverlängerung)
* Hammer (groß) oder (sehr groß)
* Schmierseife
* Montiereisen
* Holzklötze und -Keile
* Reifenfüll-Schlauch
* Drehmoment-Schlüssel
* Zentrierhilfen

 

Zum Schutz der Felge und zum kompletten Abrutschen des Reifens werden zwei Holzklötze bereit gelegt.

       Den Reifen innen gut reinigen, Schlauch einlegen und mit ca 0,5 bar aufpumpen, notwenig um die Positionierung des Ventils zu finden. Nun wird der Reifen auf beiden Seiten gut mit Schmierseife eingerieben und über die Felge gelegt und das Ventil durch das dafür vorgesehene Ventilloch gesteckt.                                                   

 

                   

Nachdem sämtliche Ringe montiert wurden kann der Reifen mit Luft befüllt werden.
ACHTUNG: Beim Befüllen rutscht der Reifen ruckartig ins Felgenhorn, und kann Spring- und Flegenring zu einem gefährlichen Geschoss werden lassen!!!! Aus diesem Grund haben Marc und Günter den Reifen einfach mit genannten Ringen nach unten gelegt und den Reifen so aufgepumpt.
 

         

         Nochmal ACHTUNG: Für eventuelle Verletzungen oder Schäden übernehmen wir keine Verantwortung. Diese Tipps sind ausschließlich Selbsterfahrungswerte!!!

.....und so sieht das Ergebnis auf dem LKW aus

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