Baltikum    

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Freitag 14.08.09 D

Der Freitag ist unser letzter Arbeitstag. Wir fiebern seit Monaten auf unseren Urlaub hin und nun ist er da. Wir wollen heute noch weg, und wenn es nur 1 Stunde weit weg ist, aber weg. Auch Andi und Michi, unsere Freunde mit deren zwei Söhnen Flori und Dennis, beschließen noch den Freitag abzufahren und sich mit uns auf dem Rastplatz Frankenhöhe zu treffen. Von dort aus geht es dann weiter Richtung Berlin unser erstes Anfahrtsziel da Andi bei Ebay Kisten verkauft hat und die quasi auf dem Weg abwirft.

Nun gut es ist 16 Uhr und Marc und ich starten los zum Treffpunkt. Die vier sind schon da. Wir beschließen noch ein paar Meter zu machen und fahren allerdings in der Dunkelheit von der Autobahn um einen Schlafplatz zu finden. Wir stellen uns in der Nähe von Bayreuth an der Ausfahrt eines Steinbruches und werden am morgen gewaltig eingestaubt. Gut, es gibt bessere Stellplätze. Ein obligatorisches "Ankommens-Bier" läßt uns darüber hinwegsehen, und wir sind gespannt, was die nächsten Tage mit sich bringen.                                     
                                                                                            

15.08.09 D
Gegen 10.30 Uhr starten wir weiter Richtung Berlin. Wir schon erwähnt trafen wir Michael der die Kisten strahlend entgegennahm und für uns ging es weiter. Wir möchten die Masuren, das erste Etappenziel, so schnell wie möglich erreichen. Ab da wollen wir "gemütlich" fahren, sagen wir, auf geht es. Doch eine Nacht werden wir noch in Deutschland verbringen müssen und wir fahren an der Ausfahrt Joachimstal ab, denn ich hab im Atlas ein paar Seen entdeckt die mir interessant erschienen oder es war, Andi sagt, "Weibliche Intuition", was auch immer es war, wir kamen an Straßen und Wege die genau nach dem Geschmack der Männer waren. Holperig, Schlaglöcher na zumindest ein kleiner Nachgeschmack vom Albanienfieber oder eine Vorfreude auf die bald befahrenen Länder, Polen, Litauen, Lettland und Estland.

Der Weg führt uns über ein Feld, durch ein kleines Wäldchen auf eine kleine Lichtung die sich in der Mitte zweier Seen erstreckte. Nur zwei weitere Wohnmobile standen dort, zwar schade doch wie wir erfuhren muss das wohl DER geheimtip in dieser Gegend sein. Und es ist schön, vor allem der Sonnenaufgang war einfach gigantisch. Ich hatte leider kein Foto bei mir am Bett, aber der See leuchtete in einem intensiven rot das es fast unheimlich war, doch ich genoß den Moment der Ruhe und schaute dem Lichtspiel eine Weile zu bis ich wieder einschlief.

 So 16.08.09 D/PL

Nachdem farbenfrohen Morgen frühstücken wir gemütlich und räumen die Reste vom grillen am Abend zuvor auf. Liz macht sich ganz gut als Outdoorhundle und sitzt immer brav auf ihrem Platz in der Fahrerkabine. Wir fuhren recht spät weiter um die Polnische Grenze zu erreichen ich denke es ist gegen halb zwölf, aber egal, wir haben ja Urlaub. In Polen angekommen ändern sich die Straßenverhältnisse schlagartig von gut auf……naja, eben nicht gut und wir holperten und polterten mal weiter. Eine kleine Pause zwang uns vom Weg abzufahren damit wir nicht an der Hauptstraße stehen mussten. Allerdings fuhren wir nicht wieder zurück sondern richteten uns nach unserem Navi und landeten mitten im Kornfeld. Da die Strecke als offizielle Straße im Navi eingezeichnet war blieben wir auf Kurs und standen nach einem kleinen Waldweg auch wieder auf geteerter Straße und somit auch wieder auf der Hauptstraße. Eine willkommene Abwechslung nach ständigem Straßenaufreiben war das auf jeden Fall. Wir beschließen in Tochou auf einem Wanderparkplatz das "Ankommens-Bier" zu trinken und schlafen nach dem doch sehr fahrlastigen Tag schnell ein.

 Mo 17.08.09 PL

Der Parkplatz liegt direkt an der Hauptstrasse und es war dementsprechend laut. Ich schlafe gut doch Marc war sehr unruhig. Wir fahren weiter in die Masuren und landschaftlich ist es auf jeden Fall ne Reise wert. Das satte grün der Gegend und die vielen vielen kleinen und auch großen Seen laden zum schwimmen und rumliegen ein. Die Masuren sind übrigens auch das zu Hause der Störche die bei fast 3000 Seen ein mooriges Plätzchen ausgesucht haben. In Harzs haben wir, und das ist eigentlich gegen unsere Bestimmung, einen Campingplatz aufgesucht. Allerdings war der so wild bewachsen und doch irgendwie gemütlich das wir dort gerne noch einen Tag standen um mal einfach nichts zu tun. Wir grillen wie sooft, trinken unser Bierchen und sind bald im Koffer da uns die Mücken anscheinend auf ihrer Speisekarte haben. Kein Wunder bei den Gewässern. Außerdem ist es Abends recht kalt und da war es nicht sooo schlimm ins warme Bettchen zu müssen.

Di 18.08.09 PL

Apropos nichts tun! Der heutige Tage warf folgendes Programm:
Ausfugen des Bades bei Andi, Holz suchen fürs all-abendliche Lagerfeuer, Zwei junge Schweizer aus dem Sand bergen. Sie haben Ihren LT im feuchten Gras versenkt und das haben Marc und Andi natürlich erst mal beobachtet. Und "leider" musste Andi mal seinen Iveco anschmeißen um die Jungs rauszuziehen. War natürlich ein Hingucker für die Camper und eine riesen Freude für Marc und Andi. Am Abend kamen die zwei Jungs und bedankten sich mit einem Bier und einem Käsefondue. Lecker!! Sie möchten am nächsten Tag nach Kaliningrad. Sie haben allerdings weder eine Einladung noch ein Visum. Schade das wir keine Nummern ausgetauscht haben, hätte mich interessiert ob sie doch noch eingereist sind. Sie müssen dann direkt an der Grenze das Visum kaufen, doch ich bin nicht informiert was das kostet. Die Einladung und das Visum kosten um die 90 € p.P., allerdings bei einem Monat Wartezeit. Je kürzer die Beschaffungszeit, desto teurer. Wir überlegten auch über Kaliningrad nach Litauen einzureisen um ein paar Kilometer zu sparen doch wir ließen es am Ende doch.

Mi 19.08.09 PL/LT                                                                                                     Nach oben

Die Männer ob alt oder jung, möchten heute die Wolfschanze anschauen und somit bleiben Michi und ich bei den LKW´s. Michi fühlt sich heute nicht gut und ich habe nicht wirkliches Interesse. So lesen wir und nach knapp zwei Stunden geht es weiter auf nach Litauen. Außer Fahren war nicht viel los an diesem Tag. Der Grenzübergang war unspektakulär und wir suchen einen Übernachtungsplatz. Im Reiseführer steht zwar geschrieben, daß Bauern gerne bereit sind einen Stellplatz anzubieten, doch wir kamen gar nicht auf die Idee. Wir fuhren einen Feldweg, bis Andi uns per Funk sagte das wir von dem Bauern verfolgt werden. Wir blieben stehen und der Bauer kam auf uns zu und sprach uns mit gebrochenem deutsch ob wir hier bleiben möchten, das wäre sein Grund und sein See, an dem wir gerade stehen. Ob wir auch Wasser bräuchten und Strom. Wir waren überwältigt von so einer Gastfreundschaft und blieben natürlich gerne. Kurze Zeit später kam er nocheinmal mit einem Eimerchen gefüllt mit gepflückten Birnen von seinem Hof und er erzählte uns bei einem Bierchen, daß seine Schwester am Tegernsee arbeitete und ihm etwas deutsch beibrachte. Am Ende dieses Tages wurde es doch noch etwas ereignisreich und wir fielen müde ins Bett. Michi ging es auch am Abend noch nicht besser und wir hoffen auf morgen.

 

Do 20.08.09 LT/LV

Heute hat Dennis Geburtstag und eine Dose Chips von Marc und mir war das Geschenk. Manch einer mag lachen aber ich denke er hat sie gerne geknabbert. Wir haben recht gut geschlafen und gegen halb zwölf machen wir uns auf den Weg. Michi geht es etwas besser aber so ganz stimmt es noch nicht. Wir beschließen durch zufahren und gleich nach Lettland einzureisen. Landschaftlich sind wir immer begeisterter und wir haben auch mit dem Wetter großes Glück. Es ist zwar immer leicht bewölkt und es geht oft ein leichter Wind, doch tagsüber bringt es auf angenehme 22-24 Grad, wogegen es Abens gute 8 Grad hat und ein Pulli ist Pflicht, zumindest bei mir. Die Einreise war auch nicht wirklich aufregend, ist ja alles EU. Doch wir werden von zwei Polizeibeamten nach dem Ausweis gefragt und der Hund war uninteressant. Das war es auch schon mit Kontrolle und wir sehen das Schild "Welcome in Latvjas". Kurz nach Daugavpils werden wir fündig und packen unsere sieben Sachen an einem schönen Plätzchen am See aus.

Fr 21.08.09 LV/EST

Heute wird wieder viel gefahren und unser Ziel ist der Peipsi-See, seines Zeichens der viertgrösste See Europas. Er verläuft durch die Grenze Estland-Russland und ist an seiner tiefsten Stelle nur 15 Meter tief. Da er an den nicht bewohnten Stellen mit Schilf bewachsen ist, macht es uns die Suche nicht leichter einen schönen Platz zu finden der uns für zwei bis drei Tage etwas Ruhe vom Fahren geben soll. Wir suchen gute 2 Stunden und ich beschließe im Reiseführer zu lesen, das sich im Norden des Sees angeblich kilometerlange menschenleere, Sandstrände befinden. Also was machen wir dann hier im Süden des Sees??? Nichts wie hin. Also reißen wir uns noch einmal zusammen und werden tätsächlich fündig. Und es war tatsächlich menschenleer, und es hatte Sandstrand. Wir befinden uns natürlich außer der Saison. Das war unser Glück. Zwei Tage werden wir bleiben und die Männer machen ein paar kleinere Reparaturen, der Schalthebel bei Red klappert und wird wieder stramm gezogen und Andy kontrolliert sein Öl, da ihm aufgefallen ist das Hoss viel verbraucht. Ich backe mal nen Kuchen um auch den Ofen zu testen und der schmeckte vielleicht.!!

Mo 24.08.09 EST

Heute fahren wir weiter. Die letzen Tage waren sehr erholsam und dennoch freuen wir uns wieder loszuziehen. Liz wird immer mehr zur Wasserratte allerdings reagiert sie bei jedem kleinsten Knall mit zittern und will immer in Big Red. Ihr erstes Silvester hat sie leider negativ geprägt und wir hoffen, daß das irgendwann besser wird. Ansonsten ist sie eine klasse Reisebegleitung und eine gute Beifahrerin, kein Wunder sie hat schließlich auch den besten Platz. Ein paar Erledigungen stehen heute auf dem Programm. Das Wasser wird knapp und auch schwer zu erhalten. Marc vermutet die flache und zugleich nicht sehr reiche Gegend die nur durch Tanklaster mit Wasser gefüllt beliefert werden. Es ist aber auch nicht zum trinken geeignet, so hat jeder im Garten einen eigenen Brunnen. Einen öffentlichen Brunnen finden wir leider nicht, sonst hätte Andi seine "Chris-Gedächnis-Tauchpumpe" mal ausprobieren können. Eine Tankstelle hat sich dann doch noch gefunden die auch Frischwasser zur Verfügung hatte und sie ließen und unentgeldlich die Tanks befüllen. Mit Englisch kommt man eher bei der jüngeren Generation an, die älteren lassen sich durch Hände und Fußtechnik überzeugen. Auch unsere Einkäufe sollten aufgestockt werden zumal wir vor haben an der Ostsee ebenfalls ein paar Tage zu bleiben. Auch hier fanden wir leider keinen freien Stellplatz am Meer. Wir sind da etwas anspruchsvoller, möchte ich mal so sagen. Es muss schon ein direkter Platz am Meer sein, frei und niemand da. Das darf man doch wohl verlangen!! Nein Spaß bei Seite. Im Landesinnere ist es natürlich weniger ein Problem frei zu campen, am Meer allerdings, und daß ist auch verständlich, ist das meiste bewohnt oder unbefahrbar. So fahren wir zufällig an einer Information vorbei die Andi und Marc erklärt das ein paar Kilometer weiter ein "Campingplace for free" wäre. Also dann mal los. Ein "Herzlich Willkommen" lässt uns kurz aufschrecken, doch als wir in den Platz einfahren ist gott sei dank nur das Willkommensschild deutsch, sonst erinnert nichts an zu Hause und da hier auch niemand war außer die Betreiber und wir, beschlossen wir trotz 27 pro Auto für zwei Tage, hier zubleiben. Willkommensbier, grillen, schnarchen.

Mi 26.08.09 EST/LV

Iris Baby ist da!! Meine Freundin bekam am 25.08.09 einen kleinen Nico und ich habe natürlich in Gedanken voll mitgefiebert und ein "Hallo-Baby-Bier" ist auf jeden Fall sicher. Wir verbringen einen schönen Strandtag und leuchten Abends wie die Glühwürmchen vor lauter Sonnenbrand. Der zweite Tag ist allerdings sehr bewölkt. Marc nahm sich heute vor den Ersatzreifen von Andi zu montieren da er überlegt die gleichen zu kaufen und dann auf schlauchlos umzurüsten. Die 13.00 sehen meines Erachtens auch besser aus als unsere noch alten 14,5. Angeblich soll die Größe in Südamerika auch eher zu beschaffen sein. Na gut, jetzt haben wir es gesehen und ich denke auch schon entschlossen.
15 Uhr: Wir sind doch noch losgefahren, daß Wetter schien immer schlechter zu werden. Wir durchfuhren Riga und es war ein sehr, naja sagen wir wirres Unterfangen. Verkehrsregeln scheinen schon zu existieren doch werden sie durch zahlreiche Baustellen unterbrochen. Etwa 100 km nach Riga fahren wir zum westlichsten Teil Lettlands müssen allerdings noch eine Pause machen bevor wir den Zipfel erreichen. Ein Parkplatz direkt am Strand wird unser Übernachtungsplatz und bei gutem Wetter verspricht er ein Bad im Meer.

Do 27.08.09 LV
Heute erreichen wir Kolka den westlichsten Teil Lettlands der zugleich als Nationalpark gezeichnet ist. Kleine Wanderpfade durch die Wälder versprechen schöne Naturlandschaften. Wir halten für eine Stunde an und lassen alles auf uns wirken. Uns tut es gut mal etwas zu laufen zumal wir noch ein kleines Stück vor uns haben. Es gestaltet sich gewohnt schwierig einen schönen Platz zu finden an dem wir für 2 Tage stehen bleiben. Das Meer bleibt uns von Anwohnern und Verbotsschildern versperrt. Andi und Michi werden aber dennoch fündig und es ist wieder ein Campingplatz ohne Strom und Wasser, doch das brauchen wir nicht. Für den Stellplatz zahlen wir für zwei Autos und sechs Personen 10 € pro Nacht und ist mal das Megaschnäppchen des Urlaubs. Wir bewohnen den hintersten Platz mit drei Holztischen und einen Volleyballfeld, die Grillstelle und einen selbstgefällten Baum inklusive. Es war auch der erste Abend an dem wir noch um 21 Uhr (übrigens 1 Stunde vor gerechnet!) sommerliche Kleidung trugen. Wir grillen über unser selbstgeholztes und genießen die Wärme.
Am nächsten Tag wird ein Strandtag eingelegt. Ruhe fanden die Männer allerdings keine, Löcher wurden gebuddelt und wurden tatsächlich fündig. Ein Lappen, der später als Fahne gehisst wurde. Kindsköpf! Unser Red wurde mal etwas auf Vordermann gebracht und von innen sauber gemacht. Marc stellt den Schaltknüppel noch mal ein da er
wieder zu vibrieren anfängt. Der Abend verläuft ruhig.

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SA 29.08.09 LV/LT
Wir fahren heute nach Litauen und dort zur Kurischen Nehrung bei Klaipeda. Wir möchten dort gerne übernachten doch leider werden unsere Pläne zerschlagen. Auf unserer Karte führt eine Straße zur Nehrung doch nach vielem auf und ab fahren in Klaipeda fragen wir nach. Es wird uns erzählt das wir nur mit einer Fähre hinüber können und wir fahren zum Hafen. Leider würde es zu teuer werden ca. 58€ und wir fuhren enttäuscht gen polnischer Grenze. Nach unseren jetzigen Erfahrungen wäre es zeitlich natürlich locker drin gewesen auf die Estländischen Inseln zu fahren oder einfach noch ein paar Tage länger am Meer stehen zu bleiben. Wir werden nur schlauer.

So 30.08.09 LT/PL
Nachdem wir uns ja gegen die Halbinsel entschieden haben, fuhren wir weiter Richtung Polen. Wir fanden einen Platz im Wald nahe der Hauptstrecke. Da es den gesamten Nachmittag nur geregnet hat, blieben die Klappstühle im Auto und jeder verbrachte den Abend in den LKW´s. Marc und ich kniffelten um die Wette doch ich bin die beste Knifflerin der Welt, aber ich ließ ihn zwei mal gewinnen. Am Morgen fuhren wir über die Grenze nach Polen und Deutschland kommt uns leider immer näher. Wir fuhren wieder ein Stück Richtung Masuren um uns dort wieder einen schönen Platz am See zu suchen der auch gefunden wurde. Direkter Seeblick versüßte uns den Abend mit obligatorischem Lagerfeuer und Ankommensbier.

Mo 31.08.09 PL
Ich wachte mit großen Rückenschmerzen auf da es mir beim, und jetzt ist lachen erlaubt, Pommes machen in den Rücken gefahren ist. Ich hab mich wohl blöd zum Ofen gebückt. Nunja, hier trennten sich die Wege von Michi und Andi und wir fuhren auf in die Tschechei um dort meinen Vater der dort geschäftlich zu tun hat, einen Besuch abzustatten. Vielleicht schaffen wir es auch noch in den Bayrischen Wald wo Marc´s Bekannte leben die wir auch noch besuchen möchten.
Wir fuhren also los und das Aufregenste an dem Tag war wohl Warschau. Diese Stadt lädt viele Menschen ein, läßt aber so manchen nicht mehr raus. Wir haben es allerdings geschafft uns durch das Straßenwirrwarr zu kämpfen und waren nur froh als wir ungefähr 30 km nacht Warschau einen Platz fanden der unser Übernachtungsort werden soll. Es war zwar etwas laut aber für eine Nacht vollkommen ausreichend. Ein schöner Sonnenuntergang läßt den Tag ausklingen…

 Di 01.09.09 PL/CZ
Wir wachen sehr früh auf, ich meine auf meinem Handy 6.48 Uhr gelesen zu haben. Wir versuchen noch mal die Augen zu zumachen aber letztendlich standen wir auf. Nach einem lecker Frühstück habe ich unseren Big Red noch mal etwas auf Vordermann gebracht während Marc sich um kleine Reparaturen kümmerte. Um halb zehn gin es los, auf in die Tschechei! Da wir nicht mehr so viele Kilometer zu fahren haben, dedachte 300, dennoch am Ende gefahrene 370 km, gehen wir davon aus, daß wir relativ schnell in Ostrava sein werden. Jedoch wird es erschwerlicher als gedacht. Ein Ort nach dem anderen läßt uns die gesamte Strecke mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 55 km/h fahren. Erst gegen halb acht kommen wir am Flughafen Ostrava an wo wir uns auch mit meinem Vater treffen. Wir freuen uns sehr und wir werden in die Welt der Flugzeuge entführt. Wir fahren mit meinem Pa zum Hotel, dort wurde schon alles geregelt, Strom für´s Auto und Wasser für die Tanks, außerdem genossen Marc und ich mal wieder eine Dusche die nicht im Sek Takt ausgeschaltet werden muss um Wasser zu sparen. Apropos genießen, ein schönes Stück Steak und der ein oder andere Schnaps kam uns auch noch recht. Der Kopf am nächsten Tag hat uns erst mal zur Ruhe gezwungen.

Mi 02.09.09 CZ
Trotz der Nachwehen vom Vorabend mussten wir weiter. Wir waren etwas unter selbstgemachtem Zeitdruck. Wir wollten Marc´s Bekannte im Bayrischen Wald besuchen. Und ich wollte unbedingt noch meine Freundin und ihren Mann besuchen die nun stolze Eltern sind. Wir wären so gerne noch geblieben, da es echt gemütlich und freundschaftlich zuging. Auf jeden Fall ein Besuch wert!! So fahren wir gegen 15 Uhr los und schaffen es bis kurz vor Prag. Allerdings sind für die Autobahnen in der Tschechei für unsere Autos 30 € Maut zu entlöhnen. Man kommt aber gut voran und somit recht gut investiertes Geld. Verzichten sollte man möglichst nicht auf die Gebühr da die Kontrollen sehr streng sind!

Do 03.09.09 CZ/D
Um 9 Uhr morgens fahren wir weiter. Prag verspricht, wie viele Großstädte ein kleines Chaos und wir brauchen fast zwei Stunden bis wir die Tore Prags hinter uns lassen. Von dort geht es ruhig weiter. Am Abend kommen wir in Pulling im Bayrischen Wald an bei der Familie Schötz die einen Bauernhof bewirtet und Familien zum Urlaub auf den Bauernhof einläd. Marc verbrachte einen großteil seiner Kindheit und freute sich natürlich sehr. Er half gleich beim füttern der Kühe und ich kümmerte mich um die kleinen Katzenbabys. Es war ein gemütlicher Abend und wir haben viel geratscht. Der Morgen versprach ein leckeres frisches gutes Frühstück!

FR 04.09.09 D
Heute ist unser letzter Urlaubstag und wir sind schon traurig, daß es wieder los geht. Doch Fazit ist: Unser Big Red hat uns knappe 5529 km durchs Baltikum getragen durch teilweise sehr schlechte Straßen. Er hatte keine Schäden bis auf ganz aktuell, ein kleines Loch in der Leitung der Bremsflüssigkeit. Ich habe das Gefühl, daß er uns nächstes Jahr gut auf unserer Reise begleiten wird.
Auf ins nächste Jahr!!!!

Statistik und Fakten:

* 24 Tage unterwegs
* 7 Länder durchreist
* 27514 Höhenmeter
* 5530 Kilometer gefahren
*1397 Liter Diesel
*25,27 L/100Km verbraucht
*günstigster Diesel 0,86 € in Litauen                                                                 Pannen:
*Spritzschutz am Vorderrad abgerissen
*Schalthebel klappert und musste nachgestellt

werden
*Bremsleitung porös, verliert etwas       Bremsflüssigkeit                                              

                                                                                                                                                                                                                                                        

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