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Geplant war für dieses Jahr mit unserem RED nach Portugal zu fahren um dort unsere erste Testreise zu bestreiten. Marc stand jeden Abend am LKW und hat geschraubt und gehämmert. Doch leider wurde die Zeit am Ende etwas knapp. Mein Schwesterlü Sabi, die seit Anfang dieses Jahres in Australien wohnt, hat uns für drei Wochen besucht. So musste RED eine Pause machen und wir genossen die gemeinsame Zeit. Es war schön Schwesterlü. :-)

Nun musste ein Alternativplan her und der war relativ schnell gefunden. Da wir drei Wochen Urlaub zur Verfügung hatten beschlossen wir die erste Woche am LKW zu schrauben. Wir schafften es in dieser Zeit den Boden für den Koffer soweit fertig zu stellen, daß er nun verklebt werden kann, doch das ist auf unserer Umbau-Seite zu lesen.

    

 Die nächsten zwei Wochen haben wir uns spontan gehalten und daraus wurde Italien. Italien ist ein sehr einfaches Reiseland und bedarf nicht allzu viel Planung und Vorbereitung. Da Marc alles hat, was das Camperglück benötigt, waren wir in null Komma nix mit dem Packen fertig und starteten Samstag um 14 Uhr von hier weg. Unser Ziel sollte Kalabrien sein, am schönen Ionischen Meer. Mit 13 Stunden Fahrzeit waren wir zügig unterwegs. Gemütlich fuhren wir mit nur erlaubten 130 km/h auf Autobahnen, unserem endgültigem Ende der Reise entgegen.

                                  Unser angesteuerter Campingplatz liegt zwischen Sibari und Rosano und liegt direkt am Meer in einem schönen Pinienwäldchen (39°41`00" N 16°31`26" E). Nicht ganz eine Stunde brauchten wir in unserer müden Trunkenheit das Zelt aufzustellen und unsere Fahne zu hissen. Marc ist kein Freund des warmen Bieres  und so wurde auch unser Kühlschrank eingepackt um nach einem anstrengenden Strandgelage unsere Sinne zu erfrischen. Nachdem alles am rechten Platz stand, wurde noch die Hängematte befestigt und wir holten unseren Schlaf nach, der uns die Nacht zuvor etwas abhanden gekommen ist.

 

                           
  In unserem Plan stand, uns immer wieder aufzumachen und in den nächsten Ort zu fahren um da ein paar Tage zu bleiben. Doch mit 42° C im Schatten war es uns einfach nicht möglich diese Strapazen auf uns zu nehmen. Auch nachts sank das Thermometer nicht weit ab und blieb bei 31°C einfach stehen und raubte somit unseren Schlaf. Und wieder mal wünschten wir uns RED herbei, der einfach nur gestartet werden muss und uns an unser neues Ziel bringt. So entschlossen wir uns an Ort und Stelle zu bleiben und die Zeit zu genießen.
Auch unsere eigens mitgebrachte Dusche war keine Erfrischung mehr, doch immer noch sehr hilfreich und wir waren froh einen Wasservorrat dabei zu haben. Nachdem der Campingplatz von einem gemeinen Wasserrohrbruch heimgesucht wurde, hatten wir, im Gegensatz zu vielen anderen, die Möglichkeit uns zu waschen, zu duschen und zu kochen. Es war klasse!!!
                                                                                                                                                                                              
       

Dieses Jahr war für uns sehr anstrengend und Ereignisreich, auch mein Umzug zu Marc steht noch bevor. Deshalb wurde dieser Urlaub zur absoluten "Chill-out-Zone" ernannt. Außer der "Piz-Bruin-Stellung" am Strand und dem Hängemattendauertest, wurde von uns nicht viel bewegt.                                                                                                                    Nach oben

                                           

 Irgendwann ist aber auch faul-sein anstrengend und wir beschlossen auf die andere Seite des Italienischen Stiefels zu fahren um uns eine schöne Bucht nahe Tropea 38°41´07"N 15°45´15"E anzuschauen. Topea begeisterte uns mit steilen Felsküsten und glasklaren Meeresbuchten am Tyrrhenischen Meer. Der Unterschied auf der Westseite des Stiefels, waren die Temperaturunterschiede. Im Vergleich zu unserer um mindestens 10° C heißeren Ostseite, war es richtig angenehm die schöne Gegend bei eine priese Wind zu genießen.
Nur durch lange Treppenabgänge war das Meer erreichbar um sich dort zu erfrischen. Auch Schnorchler und Taucher kamen hier auf ihre Kosten. Durch die Felsen und Klippen bot die Gegend eine wunderbare Möglichkeit dort seinem Hobby nachzukommen.

 

 

   

     Doch wir durften uns auch nicht beschweren. Unser Strand bot auch ein klares Meer mit sauberem Strand. Durch Meeresströmungen wurden Fischschwärme sehr nah ans Ufer getrieben. Somit blieb es nicht aus, daß die Fischer nahe an unserem Strand ihre Anker warfen und es war schön zu beobachten wie die Möwen ihren Anteil erklauten.                       

Marc und ich ernährten uns die Zeit in Italien hauptsächlich von Spaghetti, Knoblauch, Tomaten und Olivenöl. Hin und wider verirrten sich ein paar Gambas in unsere Pfanne und wir genossen das Festmahl mit einem kühlen Bier und im Hintergrund trällerte Bob Marley für uns seine entspannte Musik. Auch die Pizzagelüste wurden voll befriedigt und das auch für wenig Geld. Mit 3,50 Euro für eine Pizza war auch ein guter Schluck Wein für 6 Euro der Liter ein Schnäppchen. Fazit unseres Urlaubs: Ein schöner entspannter Urlaub direkt am Meer. Teilweise auch erschreckend dreckig. Italiener schmeißen ihren Müll einfach in die Straßengräben und man könnte fast von fahrlässiger Tötung ihres schönen Landes sprechen. Es ist traurig zu beobachten, wie die schönen Landschaften, mit den Palmen, den Steinhäuschen, strahlenden Blumen und die erholsame Atmosphäre am Meer, einfach so zerstört werden. Auch die Brandrodung ist sehr verbreitet. Auf den Autobahnen brannten die Sträucher am Mittelstreifen. Teilweise waren die Verkehrsschilder nicht mehr zu erkennen, weil sie ebenfalls Opfer der Flammen wurden. Auch in einem benachbarten Gebiet unseres Dorfes brannte es so stark,das mit Löschhubschrauber an unserem Strand die Behälter aufgefüllt werden mussten und mindestens 7 Mal in Aktion traten.Die unkontrollierte Brandrodung hat schon so manchen Schaden verursacht,doch leider wird niemand aus deren Fehlern schlau.

    

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