zurück                              Osterfelderkopf - Höllentalklamm     

 

Gut, als erstes muss ich dazu sagen, ich bin nicht wirklich ein Freund des Wanderns. Gut, als zweites muss ich auch zugeben, daß ich es so gar nicht mag. Aber fragt mich nicht warum, dieses Wochenende wollte ich es. Ja ich wollte wandern gehen und Marc war sofort begeistert, denn im Gegensatz zu mir, liebt er es durch die Berge zu wandern und einfach mal alle fünfe grade sein zu lassen.

Er geht seit Jahren schon mit seinem Freund Günter in die Berge und dank "RED" und mir, konnte er seine Liebe zum Wandern nicht wirklich auskosten. Darum war Marc um so angagierter bei der Sache und suchte eine schöne Tour für uns aus. Sie sollte nicht zu schwer sein, da er mir a) das Wandern nicht gleich wieder vermiesen wollte und weil b) er selber etwas konditions- und kraftlos geworden ist (Punkt b gilt im Übrigen genau so für mich)
Die Tour ging ins schöne Wetterstein-Gebirge. Von Garmisch-Patenkirchen aus fuhren wir um 9:40 Uhr mit der Alpspitzbahn für sparsame 31 Euro auf den Osterfelderkopf der mit 2030 m.ü.NN im Schatten der Alpspitze 2628 m.ü.NN und der Zugspitze 2962 m.ü.NN liegt. Die Wettervorhersage war nicht die Beste, und in den Bergen kann ja bekanntlich das Wetter schnell wechseln, doch wir hatten großes Glück, somit war es nicht zu heiß und auch nicht zu kalt und wir durften uns freuen das wir uns für kurze Hosen entschieden hatten.
Ich mag Bergbahnen nicht, umso glücklicher war ich als wir gut und sicher oben ankamen. Um uns etwas zu orientieren, wir wollten ja auch unbedingt zur Höllentalklamm, suchten wir einen Wegweiser der uns sagt wo´s langgeht.

                

                                         Und los geht's mit Sack und Pack abwärts  Richtung Knappenhäuserhütte 1527 m.ü.NN unser erstes Etappenziel. Marc hat sich für unsere erste Tour eine Strecke ausgesucht die vorwiegend bergab ging und wir stellten uns schon von vornherein auf einen Muskelkater ein der sich gewaschen hat. Auf schönen Bergpfaden und widererwartend wenig Gleichgesinnten konnten wir in Ruhe ohne großen "Gegenverkehr" die Bergwelt genießen. (und jaaa, mir hat es sehr gefallen)

                            

 

Nach ca. 1 Stunde Gehzeit und einigen Schneefeldern die uns noch links und rechts vom Wanderpfad entgegenblitzen, kamen wir an der Knappenhäuserhütte (roter Kringel im Bild) an, die leider geschlossen hatte. ABER wir haben ja Gott sei Dank mitgedacht und somit konnten wir unsere eignensmitgebrachte kraftspendende Brotzeit am Hupfleitenjoch 1754 m.ü.NN genießen. Meines Erachtens fehlte nur noch das Radler doch das genossen wir später nach einer weiteren Stunde Gehzeit an der Höllentallagerhütte 1387 m.ü.NN. Diese ist auch der obere Einganspunkt in die Höllentalklamm.

                                                                                                                                                                                                                                                     

Es liegen noch wunderschöne und anstrengende 600 Höhenmeter durch die Klamm vor uns. Sie begegnet uns mit ausgewaschenen Felshöhlen und glasklarem Wasser. An tosenden Wasserfällen vorbei, über Brücken und kleine Stege kommen wir immer tiefer in die Klamm. Zwischendrin klopfte die Realität an die Tür, und wir kamen an einer verunglückten Frau vorbei die sich anscheinend eine Rückenverletzung zuzog. Durch die ganze Nässe und dem Geröll kam sie mit ihren Turnschuhen ins rutschen und prellte sich den Rücken. Ein Hubschrauber kam zur Rettung und barg die Frau. Auch das war ein Erlebnis, wenn auch kein schönes.

                         
                                                  

                 

                       Am Ende der Klamm wurde es schon wieder grüner und auf breitem Waldpfad gingen wir dem Ende unserer Tour entgegen. Beim Austritt aus der Klamm machten sich Wegelagerer sesshaft und verlangten pro Person 3.- Euro Wegezoll. Abschließend ging es ab, wieder Richtung Garmisch Patenkirchen, und nach einer weiteren halben Stunde Gehzeit erreichten wir unseren Ausgangspunkt dem Parkplatz an der Alpspitzbahn.
Ich muss schon sagen, mir hat es wirklich sehr gut gefallen, und bis auf die kaputten Füße geht es mir ganz gut. Nach insgesamt 4 Stunden Gehzeit und 1300 Höhenmetern dürfen Marc und ich uns mit Muskelkater plagen, ich wohl mehr als Marc, doch wir sind froh das wir den Tag in den Bergen verbracht haben.
     
                                         

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